ORGELFESTIVAL.RUHR2017 - KLANGRAUM EUROPA

Interpreten

Thomas Ospital, Frankreich  Programm

 

Geboren 1990 im französischen Baskenland begann Thomas Ospital seine musikalische Ausbildung am Konservatorium von Bayonne. Anschließend setzte er seine Studien am Pariser Konservatorium bei Olivier Latry, Michel Bouvard, Thierry Escaich, Philippe und Pierre Pincemaille. Er erhielt fünf erste Preise in den Fächern Orgel, Improvisation, Harmonielehre, Kontrapunkt und Fuge. Bei internationalen Wettbewerben war er sehr erfolgreich: 2009 in Saragossa (Spanien), 2012 in Chartres (Prix Duruflé und Publikumspreis) und 2013 in Toulouse (2. Preis). Im Mai 2014 erhielt er den Grand Prix Jean-Louis Florentz und den Publikumspreis beim Wettbewerb von Angers. Im Jahre 2012 war er für sechs Monate young artist in residence an der Kathedrale Saint Louis King of France in New Orleans (USA) und 2015 artist in residence beim Festival de musique sacrée de Rocamadour. Im März 2015 wurde Ospital zum Titularorganisten an der großen Orgel von Saint-Eustache in Paris als Nachfolger von Jean Guillou ernannt. 2016 lud ihn die Maison de la Radio in Paris ein, Residenzorganist an der neuen Grenzing-Orgel zu werden. Die Improvisation nimmt in seiner musikalischen Praxis einen breiten Raum ein, so widmet er sich beispielsweise intensiv der Begleitung von Stummfilmen. Seine Aktivität als Konzertorganist, Kammermusiker und Solist mit Orchester führt ihn in viele Länder Europas, nach Russland und in die USA.

 

 

 

Klaus Eldert Müller, Dortmund Programm

 

Klaus Eldert Müller ist seit 2005 Kantor und Organist an der Stadtkirche St. Reinoldi in Dortmund. Nach ersten musikalischen Impulsen auf seiner Heimatinsel Borkum studierte er Orgel und Improvisation an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg und Lübeck bei Prof. Wolfgang Zerer, Prof. Jan Ernst, Prof. Hans Gebhard und Domorganist Eberhard Lauer. 1995 schloss er sein Studium mit dem A-Diplom für Ev. Kirchenmusik ab. Von 1996 bis 2005 wirkte er  als Kantor an der Christuskirche Oberhausen. 2002 gewann er den Internationalen Orgelwettbewerb im Kloster Saarn/Mülheim an der Ruhr. Als Reinoldikantor ist Klaus Müller in besonderer Weise den Werken des ehemaligen Reinoldikantors Gerard Bunk (1888-1958) verpflichtet. 2006 nahm er die an St. Reinoldi von Gerard Bunk 1929 eingeführten Orgelfeierstunden wieder auf, die allerdings bis zur Fertigstellung eines neuen Orgelwerks in St. Reinoldi derzeit pausieren. Jeden Mittwoch um 18 Uhr lädt der Reinoldikantor seit 2010 zu den wöchentlichen Orgelvespern ein.

 

 

 

Simon Johnson, Großbritannien   Programm

 

Simon Johnson ist Organist und stellvertretender Kirchenmusikdirektor von St. Paul’s Cathedral in London, wo er ein breitgefächertes Orgelprogramm verantwortet, den weltberühmten Chor begleitet und das Cathedral Consort dirigiert. Seit seiner Ernennung im Jahr 2008 war er in alle nationalen Ereignisse in St. Paul’s involviert, wie die Trauerfeier von Margaret Thatcher oder das diamantene Thronjubiläum von Königin Elizabeth II. Er ist sowohl als Solist als auch als Begleiter in St. Paul’s auf mehreren Aufnahmen für die Labels Decca und Hyperion zu hören und hat kürzlich Holsts Planeten für Priory eingespielt. Konzerte führten ihn durch ganz Europa und die USA, sowie zu zahlreichen renommierten Adressen im Vereinigten Königreich. Er trat als Solist, Begleiter und Continuospieler des London Symphony Orchestra, des Royal Philharmonic Orchestra, der London Mozart Players, der City of London Sinfonia, von The Sixteen und von The Cardinall’s Musick auf. Johnson spielte den Orgelteil des Soundtracks für den mehrfach preisgekrönten Film The Grand Budapest Hotel ein (Oscar, BAFTA und Grammy). Als Dirigent dirigierte er Bachs Johannespassion, Duruflés Requiem, Saint-Saëns Symphonie n.3, Messiaens L’Ascension, Strauss Metamorphosen  und Bruckners e-Moll-Messe. Sein Auftragswerk Gloria für Chor, Blechbläser und Orgel ist bei Oxford University Press veröffentlicht.

 

 

 

 

Taras Baginets, Rußland   Programm

 

Taras Baginets ist seit 2002 Solist der Staatsphilharmonie in der russischen Stadt Ekaterinburg (Ural) als Organist und Cembalist. Er studierte Klavier und Orgel in Kharkiv/Ukraine und Sankt Petersburg/Russland  (Klavier bei Prof. Yushkevich, Orgel bei Prof. D. Zaretzkij) und absolvierte die St. Petersburger Universität mit einem Abschluß als Magister der Kunst. Anschließend besuchte er Meisterkurse bei Heinrich Walther, Michael Radulescu, Hans Fagius, Zsigmond Szathmáry und Ludger Lohmann in Deutschland, Schweden, Österreich u.a. Taras Baginets ist Preisträger mehrerer internationalen Wettbewerbe in Deutschland, Russland und  Litauen. In den letzten 20 Jahren führte ihn seine rege Konzerttätigkeit in die bekannten Konzertsäle und Kirchen Europas, in jeder Konzertsaison gibt Taras Baginets über 50 Konzerte in Russland, in der Ukraine, in Tschechien, in Dänemark, Litauen, Österreich u.a. Außerdem ist er regelmäßiger Teilnehmer internationaler Orgelfestivals in Deutschland, Frankreich, Polen, Schweden, Finnland u.a. Er hat mehrere CD- und Rundfunkaufnahmen eingespielt, eine der letzten ist auf der historischen Andreas Silbermann-Orgel von 1741 in der lutherischen Thomaskirche (Église Saint-Thomas) in Straßburg entstanden (2014).


 

 

 

Andreas Fröhling, Gelsenkirchen Programm

 

Andreas Fröhling ist Kreiskantor im Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid. 2009 wurde er zum Kirchenmusikdirektor ernannt. Nach dem ersten Unterricht in seiner Heimatstadt Leer führte ihn das Studium an der Folkwang-Hochschule in Essen ins Ruhrgebiet. Während seiner Ausbildung zum A-Kirchenmusiker und Konzertorganisten prägte ihn besonders der Unterricht bei Prof. Gerd Zacher (Orgel) und Prof. Manfred Schreier (Chorleitung), die durch ihre außergewöhnliche Fähigkeit der Vermittlung von Kirchenmusik aller Epochen Maßstäbe setzten und die Faszination der kirchenmusikalischen Schätze dadurch lebendig und aktuell hielten. Mit besonderen Konzertformen und Konzertreihen wie die „Emporenkonzerte“ in Gelsenkirchen oder das Festival „Utopie jetzt!“ (gemeinsam initiiert mit Gijs Burger an der Petrikirche in Mülheim an der Ruhr) führt Andreas Fröhling diese Tradition weiter. Als Konzertorganist ist er auf Aufführungen zeitgenössischer Werke sowie auf die Aufführungspraxis der Orgelwerke von Charles Tournemire und der großen deutschen romantischen Orgelkomponisten spezialisiert. 1991 gewann er den ersten Preis der „Internationalen Frühjahrsakademie für zeitgenössische Orgelmusik“ in Kassel. Improvisationskonzerte führen ihn mit dem Klangkünstler und Bildhauer Paul Fuchs und dem Pianisten Michael Gees zusammen. Andreas Fröhling unterrichtet als Dozent für die Fächer Orgel und Orgelimprovisation an der Bischöflichen Kirchenmusikschule in Essen. 

 

 

 

Irénée Peyrot, Frankreich Programm

 

Irénée Peyrot, geboren in Lyon, begann sein musikalisches Doppelstudium in den Hauptfächern Orgel und Bratsche, in denen ihm jeweils ein Premier Prix zugesprochen wurde, an den Staatlichen Conservatoires von Lyon und Saint-Étienne. Seine Orgelausbildung schloss er an der Musikhochschule Lübeck (Prof. Martin Haselböck) ebenfalls mit Auszeichnung ab. Parallel zu seinem A-Kirchenmusikstudium war er Organist an der St.-Jakobi-Kirche zu Lübeck. Seit 2005 ist er als Kantor und Organist an der Marktkirche zu Halle/Saale tätig. Eine rege Konzerttätigkeit führt ihn durch die meisten Länder Europas und nach Übersee. Seit einigen Jahren setzt Peyrot einen besonderen interpretatorischen Akzent im Bereich der Orgelwerke Max Regers. Er brachte 2015 eine Gesamteinspielung des umfangreichen Orgelwerks von Max Reger beim Musikverlag Querstand zum Abschluss. Diverse CD- und Rundfunkeinspielungen sowie eine DVD über die Orgeln der Marktkirche in Halle belegen sein universelles musikalisches Talent. 2012 nahm Irénée Peyrot die Ersteinspielung des gesamten Orgelwerks Friedrich Wilhelm Zachows, des Lehrers G.F. Händels, auf.

 

 

 

Maria-Magdalena Kaczor, Polen Programm

 

Maria-Magdalena Kaczor wurde in Koscian (Polen) geboren. Sie studierte von 1999 bis 2004 Klavier und Orgel an der Hochschule für Musik Paderewski in Poznan und von 2005 bis 2008 Orgel in der Klasse von Prof. Francoise Dornier am Conservatoire Gabriel Fauré in Paris. Anschließend setzte sie ihre Ausbildung am Conservatoire national supérieur de Musique et de danse in Lyon bei Prof. Francois Espinasse und Liesbeth Schlumberger fort und absolvierte im Juni 2012 ihr Abschlussexamen mit Auszeichnung. Von April 2011 bis April 2012 studierte sie außerdem an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg Orgel bei Prof. Pieter van Dijk und Prof. Wolfgang Zerer. Meisterkurse bei renommierten Organisten wie Olivier Latry und Martin Haselböck ergänzten ihre Ausbildung. Sie hat bereits an mehreren Festivals in Polen und Frankreich teilgenommen sowie als Solistin und mit verschiedenen Kammerorchestern konzertiert. Für die Saison 2012/13 wurde Maria-Magdalena Kaczor als "artist in residence" an die Kitara Concert Hall nach Sapporo (Japan) berufen.

 

 

 

 

Ludwig Kaiser, Bochum Programm

 

Ludwig Kaiser ist Kantor, Konzertorganist und Komponist. Von 1978 an studierte er an der Folkwang-Hochschule in Essen u.a. bei Prof. Gerd Zacher. 1984 legte er das A-Examen, 1986 das Konzertexamen ab. Während dieser Zeit betrieb er kompositorische Studien bei Juan Allende-Blin. Eine rege Konzert- und Vortragstätigkeit führte ihn ins In- und Ausland, u.a. nach Hamburg, Dresden, Berlin, Frankfurt, Rom, Lecce, New York, Chicago, Athen, Istanbul, Piteo und Hiroshima. Seit Jahren kennzeichnen zahlreiche Uraufführungen auch eigener Kompositionen für Orgel, interaktive Ensembles und Chor sein Schaffen. 1996 wurde er Kantor an der Melanchthonkirche Bochum, Leiter der dortigen Kantorei und somit auch Veranstalter klassischer und innovativer Konzertformen im 'Kulturraum Melanchthonkirche'. Seit 1998 unterrichtet er als Lehrbeauftragter in der Fächerkombination „Ästhetische Bildung“ an der Ev. Fachhochschule RWL in Bochum. Daneben ist Kaiser auch als künstlerischer Leiter der Bochumer Tage für Neue Musik tätig.

 

 

 

Mona Rozdestvenskyte, Litauen   Programm

Mona Rozdestvenskyte wurde 1994 als Tochter einer litauischen Mutter und eines russischen Vaters geboren. Von 2000 bis 2012 erhielt sie Klavier- und Orgelunterricht an der M.-Balakirev-Schule der Künste. In Deutschland begann sie 2012 mit dem Studium der Kirchenmusik an der Hochschule für Musik in Detmold, wo sie 2016 mit dem Bachelor abgeschlossen hat und derzeit den Masterstudiengang bei Prof. Martin Sander absolviert. Ihre künstlerische Ausbildung ergänzte sie zudem durch die Teilnahme an Meisterkursen von Guy Bovet, Wolfgang Zerer, Arvid Gast, Jaroslav Tuma, Hans-Ola Ericsson, Michael Radulescu und Ben van Oosten. Mona Rozdestvenskyte hat erfolgreich an mehreren Orgelwettbewerben teilgenommen. Zu ihren jüngsten Erfolgen zählen der 3. Preis beim Internationalen Petr Eben Orgelwettbewerb in Opava (Tschechien), der 1. Preis bei dem VII. Internationalen M. K. ?iurlionis Orgelwettbewerb in Vilnius (Litauen), der 3. Preis bei dem 20. Internationalen Wettbewerb um den Bachpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden, der 1. Preis bei dem Internationalen Orgelwettbewerb in Nordirland und der 1. Preis bei dem Internationalem Orgelwettbewerb im Rahmen des Orgelfestivals Fugato in Bad Homburg.

 

 

 

 

 

Andy von Oppenkowski, Essen Programm

 

Andy v. Oppenkowski, geb. Knauf studierte evangelische Kirchenmusik (A-Examen) an der Folkwang-Hochschule Essen. Die Schwerpunkte lagen dort in den Fächern Orgel (Prof. Roland Maria Stangier) und Dirigieren (Prof. Ralf Otto und Prof. Jörg Breiding). Weitere Anregungen erhielt er in Kursen mit Phillipe Lefèbvre (Paris), Peter Planyavsky (Wien) und Hans-Christoph Rademann (Dresden). Seit 2006 ist Andy von Oppenkowski als Dozent für Orgel und Chorleitung in der Musikakademie Spieler tätig. Als Stimmbildner betreute er 2007 das Projekt „Comedian Harmonists“ am Grillo Theater Essen. Im Oktober 2007 übernahm er die künstlerische Leitung der Essener Kantorei und des „Forum Kreuzeskirche Essen“. Nach einem zweijährigen Tutorium für die Leitung des Hochschulchores hat er seit 2010 einen Lehrauftrag für Chorsingen an der Folkwang Universität der Künste inne. Andy von Oppenkowski ist seit März 2010 Kantor an der Kreuzeskirche Essen. Hier wirkt er auch als Veranstalter regelmäßiger Orgel- und Chorkonzerte.

 

 

 

Gjis Burger, Mülheim Programm

 

Gijs Burger, geboren 1957 in den Niederlanden, studierte Kirchenmusik an der Hochschule für Musik in Zwolle/Niederlande, Orgel bei Harm Jansen und Jaap Dragt sowie Chorleitung bei Jos Leussink. 1983 schloss er seine Studien dort mit dem Konzertexamen Orgel ab. Von 1983 bis 1985 setzte er seine Studien an der Folkwang-Hochschule Essen bei Prof. Gerd Zacher und Prof. Manfred Schreier fort. Seit 1986 ist er Kantor und Organist der Petrikirche in Mülheim an der Ruhr. Hier betreut er ein umfangreiches kirchenmusikalisches Konzertangebot. 2002 gründete er die "Singschule an der Petrikirche". Zurzeit singen unter dem Dach der Singschule über 130 Kinder und Jugendliche in mehreren aufeinander aufbauenden Gruppen. Das alle zwei Jahre in der Petrikirche in Mülheim stattfindende Festival "Utopie jetzt!" für Neue Musik bildet einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit. Gijs Burger wurde im Jahr 2000 mit dem "Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft" der Stadt Mülheim an der Ruhr ausgezeichnet. 2005 verlieh ihm die Evangelische Kirche im Rheinland den Titel „Kirchenmusikdirektor“.

 

 

 

Marcus Strümpe, Duisburg Programm

 

Marcus Strümpe studierte an der Folkwang-Hochschule Essen sowie an der Musikhochschule Trossingen. In Essen war er als Chorassistent von Prof. Ralf Otto zuständig für Korrepetition, Einstudierung und Organisation. Dirigierkurse bei Sergiu Celibidache und Frieder Bernius schlossen sich an. Als Organist wurde Strümpe von Prof. Gerd Zacher und Prof. Christoph Bossert ausgebildet. Meisterkurse führten ihn auch zu Ewald Kooiman, Harald Vogel, Michael Radulescu und Jon Laukvik. Seine Konzerttätigkeit führte ihn in der letzten Zeit u.a. in die Kathedralen von Lincoln (GB), Galway (Irland), St.Anna di Stazzema (Italien), in den Altenberger Dom sowie an die Goll-Orgel von St. Martin in Memmingen. Strümpe ist Kantor der Duisburger Salvatorkirche mit ihrer Kuhn-Orgel, die er auf einer CD mit Werken von Cochereau, Gershwin, Bach u.a. portraitierte. Er arbeitet er auch als Leiter des Philharmonischen Chores und ist als Organist den Duisburger Philharmonikern verbunden. Darüber hinaus ist er einer der Kuratoren der englischen Konzertsaalorgel in der Duisburger Mercatorhalle, deren Planung und Bau er begleitet hat. 

 

 

 

 
Stadt Duisburg Kulturbetrieb der Stadt Mülheim Portal Kultur und Bildung der Stadt Essen Stadt Gelsenkirchen Stadt Bochum Stadt Dortmund Stadt Gelsenkirchen Stadt Bochum Stadt Dortmund