ORGELFESTIVAL.RUHR2013 - KLANGRAUM EUROPA

Interpreten

Peter van de Velde Programm

Peter van de Velde (geb. 1972) begann mit seinem Orgelspiel als Autodidakt im Alter von 9 Jahren. Seinen ersten Unterricht erhielt er an der Akademie der Künste in Antwerpen. Nach seinem Studium besuchte er verschieden Meisterklassen, u.a. bei Louis Thiry, Hans van Nieuwkoop, Naji Hakim und Wayne Marshall. Seit 2002 ist er Organist der Kathedrale von Antwerpen, der größten gotischen Kathedrale Belgiens, mit ihrer bedeutenden romantischen Schyven-Orgel von 1891 sowie einer klassischen Metzler-Orgel von 1993. Seine Konzertreisen führten ihn nach Frankreich, Deutschland, Irland, Polen, Russland, Ägypten usw. Er ist auch oft in Verbindung mit Orchestern zu hören, mit denen er regelmäßig die großen romantischen Orgelkonzerte spielt. Zu seinem Repertoire gehören neben dem klassischen Werkekanon auch Kompositionen von Naji Hakim, Paul de Maleingreau, Joseph Jongen und Flor Peeters, deren Werke er derzeit sukzessive auf CD einspielt. Alle diese Aufnahmen beleuchten ein selten aufgeführtes, aber bedeutendes Repertoire und wurden in der Fachpresse hochgelobt.

 

Klaus Eldert Müller Programm

Klaus Eldert Müller ist seit 2005 Kantor und Organist an der Stadtkirche St. Reinoldi in Dortmund. Nach ersten musikalischen Impulsen auf seiner Heimatinsel Borkum studierte er Orgel und Improvisation an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg und Lübeck bei Prof. Wolfgang Zerer, Prof. Jan Ernst, Prof. Hans Gebhard und Domorganist Eberhard Lauer. 1995 schloss er sein Studium mit dem A-Diplom für Ev. Kirchenmusik ab. Von 1996 bis 2005 wirkte er  als Kantor an der Christuskirche Oberhausen. 2002 gewann er den Internationalen Orgelwettbewerb im Kloster Saarn/Mülheim an der Ruhr. Als Reinoldikantor ist Klaus Müller in besonderer Weise den Werken des ehemaligen Reinoldikantors Gerard Bunk (1888-1958) verpflichtet. 2006 nahm er die an St. Reinoldi von Gerard Bunk 1929 eingeführten Orgelfeierstunden wieder auf, die allerdings bis zur Fertigstellung eines neuen Orgelwerks in St. Reinoldi derzeit pausieren. Jeden Mittwoch um 18 Uhr lädt der Reinoldikantor seit 2010 zu den wöchentlichen Orgelvespern ein.

 

István Bán, Ungarn Programm

István Bán ist Organist der evangelischen Bischofskirche an der Budaer Burg (Budapest). Nach seinen in Ungarn abgeschlossenen Studien, unter anderem in Molekulargenetik, hat ihn seine Liebe zur Musik nach Wien geführt, wo er in der Klasse von Peter Planyavsky Kirchenmusik und Konzertfach Orgel studiert hat, zudem Chor- und Ensembleleitung bei Erwin Ortner. Seine internationale Konzerttätigkeit führte ihn durch ganz Europa. Besonders widmet er sich dem vernachlässigten Sektor der Orgel-Kammermusik. Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehübertragungen dokumentieren sein Wirken. Seit 2008 organisiert und leitet István Bán die Bach-Kantaten-Konzerte in der Budaer Burg. 2010 erhielt er von Nikolaus Harnoncourt für seine Tätigkeit als Dirigent und Organist eine persönliche Empfehlung, die ihn dazu angeregt hat, ein Ensemble zu gründen, um diese Tradition in der historischen Aufführungspraxis weiterzuführen, aber auch neue, eigene Wege zu beschreiten. Das Ensemble Musica Vivax Wien - auf Originalinstrumenten - akquiriert seine Mitglieder aus der jungen Musikergeneration namhafter Barockensembles und Symphonieorchester.

 

 

Arno Hartmann Programm

Arno Hartmann wurde in Duisburg geboren und studierte an der Universität für Musik in Wien Orgel, Kirchenmusik und  Orchesterdirigieren. Zu seinen Lehrern zählen Peter Planyavsky, Michael Radulescu und Leopold Hager. Zahlreiche Konzerte führten ihn durch ganz Europa, nach Südafrika und in die USA. Als Dirigent arbeitete Hartmann u.a. mit dem Wiener Kammerorchester, dem Wiener Konzertchor, den Göttinger Symphonikern und dem Concilium musicum Wien zusammen. Er machte zahlreiche Rundfunk- und TV-Aufnahmen sowie Live-Übertragungen als Dirigent wie als Organist. CDs nahm er u.a. mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment und dem Concilium Musicum Wien auf. Von 1994 bis 2003 war Hartmann Stadtkantor an der Lutherischen Stadtkirche in Wien. Hier gründete er Chor, Orchester und Camerata Lutherana, mit denen er neben großen Oratorienaufführungen über 90 Radio-Konzertübertragungen mit Werken von Bach bis Gielen gestaltete. 2003 wurde Hartmann Kantor der Christuskirche Bochum. Gleichzeitig ist er künstlerischer Leiter der Bochumer Orgeltage und der Bochumer Bachtage.

 

Tim Rishton Programm

Tim Rishton debütierte als Organist schon im Alter von 18 Jahren in London. Es folgte eine bemerkenswerte internationale Karriere als Konzertorganist, Rundfunksprecher, Autor und Dozent. Er studierte bei Susi Jeans und an den Universitäten von Reading (wo er sämtliche Preise für Orgelspiel errang), Manchester und Wales. Nach seiner Promotion über die Musik des 18. Jahrhunderts lehrte er an der Universität von Wales. Später wurde er Professor an der Universität von Tromsø sowie Domorganist und Kirchenmusikbeauftragter einer norwegischen Diözese. Obwohl er vor allem als Interpret deutscher Barockmusik bekannt wurde, reicht sein Repertoire vom Gesamtwerk Johann Sebastian Bachs bis zur Musik von Francis Poulenc und Franz Schmidt. Beim „Nordlands Festival“ präsentierte er u.a. zeitgenössische skandinavische Musik. Rishton hielt Vorlesungen und Meisterkurse (auch mit Rundfunkübertragungen) an vielen Universitäten in norwegischer, englischer und walisischer Sprache. Sowohl für den norwegischen Sender NRK als auch für BBC und andere Sender produziert er regelmäßige Radio- und Fernsehsendungen.

 

 

Andreas Fröhling Programm

Andreas Fröhling studierte bei Prof. Gerd Zacher an der Folkwang-Hochschule in Essen. Nach dem A-Examen legte er das Konzertexamen für künstlerisches Orgelspiel ab. 1991 gewann er den ersten Preis der Internationalen Frühjahrsakademie für zeitgenössische Orgelmusik in Kassel. Nach seinem ersten Kantorat an der Essener Johanneskirche war Andreas Fröhling von 1996-2005 als Kantor und Organist an der Nicolai-Kirche in Gelsenkirchen tätig. Seit 2006 ist er Kreiskantor für den Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid. Er initiierte Konzertreihen und Seminare mit neuer und alter Musik, u.a. die Reihe Emporenkonzert15 in Gelsenkirchen und das Festival „Utopie jetzt!“ gemeinsam mit Gijs Burger an der Petrikirche in Mülheim an der Ruhr. Improvisationskonzerte führten ihn u.a. mit dem Klangkünstler und Bildhauer Paul Fuchs zusammen. Zudem unterrichtet er als Dozent für die Fächer Orgel und Orgelimprovisation an der Bischöflichen Kirchenmusikschule Essen. Als Konzertorganist spezialisierte sich Andreas Fröhling auf Aufführungen der großen deutschen romantischen Orgelkompositionen.

 

Serge Schoonbroodt Programm

Serge Schoonbroodt ist seit fast zwanzig Jahren als Konzertorganist tätig und hat viele Länder der Erde bereist. Er hat zahlreiche CDs eingespielt, darunter vier für die Firma Aeolus und zwei für Radio France/Harmonia Mundi – Tempéraments. Schoonbroodt hat sich auf die  Interpretation  Alter Musik spezialisiert, in Besonderem auf die des "Grand Siècle": so hat er fast alle französischen Meister des Barock auf historischen, französischen Orgeln eingespielt. Serge Schoonbroodt gibt regelmässig Meisterkurse. Er lebt in Lüttich, wo er nebenbei ein Gästehaus betreibt. Sein "HipOrgel" Spektakel wurde in Mai 2013 in der Oper Lüttich gespielt. Serge Schoonbroodt ist Leiter des Festivals "Fête de l'Orgue" in Lüttich und versucht seit einigen Jahren mit seinem Instrument neue Wege zu gehen. So spielt er seit zwei Jahren "Die Orgel den Kindern erzählt", womit er weltweit grossen Erfolg hat, organisiert  Begegnungen zwischen Orgel und ... Zirkus, HipHop, Puppentheater, Arabischem Tanz usw.

 

 

Ludwig Kaiser Programm

Ludwig Kaiser ist Kantor, Konzertorganist und Komponist. Von 1978 an studierte er an der Folkwang-Hochschule in Essen u.a. bei Prof. Gerd Zacher. 1984 legte er das A-Examen, 1986 das Konzertexamen ab. Während dieser Zeit betrieb er kompositorische Studien bei Juan Allende-Blin. Eine rege Konzert- und Vortragstätigkeit führte ihn ins In- und Ausland, u.a. nach Hamburg, Dresden, Berlin, Frankfurt, Rom, Lecce, New York, Chicago, Athen, Istanbul und Piteo. Seit Jahren kennzeichnen zahlreiche Uraufführungen auch eigener Kompositionen für Orgel, interaktive Ensembles und Chor sein Schaffen. 1996 wurde er Kantor an der Melanchthonkirche Bochum, Leiter der dortigen Kantorei und somit auch Veranstalter klassischer und innovativer Konzertformen im 'Kulturraum Melanchthonkirche'. Seit 1998 unterrichtet er als Lehrbeauftragter in der Fächerkombination „Ästhetische Bildung“ an der Ev. Fachhochschule RWL in Bochum. Daneben ist Kaiser auch als künstlerischer Leiter der Bochumer Tage für Neue Musik tätig. 

 

Andrew Lucas Programm

Andrew Lucas, geboren 1958, studierte am Royal College of Music London unter John Birch, Peter Hurford und Herbert Howells. Anschließend setze er sein Studium am Sweelinck-Konservatorium in Amsterdam bei Piet Kee fort. Lucas war zunächst freier Organist und Begleiter, dann stellvertretender Organist an der St. Paul’s Kathedrale in London und wurde 1990 dort zweiter Organist und stellvertretender Musikdirektor. Seit 1998 ist Lucas Master of the Music der Kathedrale und Abteikirche von St. Albans in Hertfordshire, nördlich von London. Außerdem ist er Dirigent des St. Albans Bachchores und künstlerischer Leiter des Internationalen Orgelfestivals von St. Albans mit einem der bedeutendsten Orgelwettbewerbe Europas. Als Orgelbegleiter und Solist spielte er bis heute 25 CDs ein, die letzte mit Chorwerken von John Rutter für Naxos. Mit dem Knabenchor der St. Albans Kathedrale konzertierte er in Schweden, Holland, Frankreich, Italien und in den USA. Als Orgelsolist trat er in mehreren Ländern Europas, in Australien, auf den Bermudas und in den USA auf.

 

Andy von Oppenkowski Programm

Andy v. Oppenkowski, geb. Knauf studierte evangelische Kirchenmusik (A-Examen) an der Folkwang-Hochschule Essen. Die Schwerpunkte lagen dort in den Fächern Orgel (Prof. Roland Maria Stangier) und Dirigieren (Prof. Ralf Otto und Prof. Jörg Breiding). Weitere Anregungen erhielt er in Kursen mit Phillipe Lefèbvre (Paris), Peter Planyavsky (Wien) und Hans-Christoph Rademann (Dresden). Seit 2006 ist Andy von Oppenkowski als Dozent für Orgel und Chorleitung in der Musikakademie Spieler tätig. Als Stimmbildner betreute er 2007 das Projekt „Comedian Harmonists“ am Grillo Theater Essen. Im Oktober 2007 übernahm er die künstlerische Leitung der Essener Kantorei und des „Forum Kreuzeskirche Essen“. Nach einem zweijährigen Tutorium für die Leitung des Hochschulchores hat er seit 2010 einen Lehrauftrag für Chorsingen an der Folkwang Universität der Künste inne. Andy von Oppenkowski ist seit März 2010 Kantor an der Kreuzeskirche Essen. Hier wirkt er auch als Veranstalter regelmäßiger Orgel- und Chorkonzerte.

 

Gijs Burger Programm

Gijs Burger, geboren 1957 in den Niederlanden, studierte Kirchenmusik an der Hochschule für Musik in Zwolle/Niederlande, Orgel bei Harm Jansen und Jaap Dragt sowie Chorleitung bei Jos Leussink. 1983 schloss er seine Studien dort mit dem Konzertexamen Orgel ab. Von 1983 bis 1985 setzte er seine Studien an der Folkwang-Hochschule Essen bei Prof. Gerd Zacher und Prof. Manfred Schreier fort. Seit 1986 ist er Kantor und Organist der Petrikirche in Mülheim an der Ruhr. Hier betreut er ein umfangreiches kirchenmusikalisches Konzertangebot. 2002 gründete er die "Singschule an der Petrikirche". Zurzeit singen unter dem Dach der Singschule über 130 Kinder und Jugendliche in mehreren aufeinander aufbauenden Gruppen. Das alle zwei Jahre in der Petrikirche in Mülheim stattfindende Festival "Utopie jetzt!" für Neue Musik bildet einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit. Gijs Burger wurde im Jahr 2000 mit dem "Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft" der Stadt Mülheim an der Ruhr ausgezeichnet. 2005 verlieh ihm die Evangelische Kirche im Rheinland den Titel „Kirchenmusikdirektor“.

 

 

Paul Kayser Programm

Paul Kayser, geboren 1979 in Luxemburg, studierte katholische Kirchenmusik an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main bei Martin Lücker, Daniel Roth (beide Orgel) und Gerd Wachowski (Liturgisches Orgelspiel). Ein Aufbaustudium im Fach Improvisation folgte an der Universität der Künste Berlin bei Wolfgang Seifen, das er mit dem Konzertexamen in Orgelimprovisation abschloss. Neben seiner Ausbildung nahm Paul Kayser an etlichen Meisterkursen teil, u.a. bei Jean Boyer, Thierry Escaich, Naji Hakim, Olivier Latry, Peter Planyavsky und Gillian Weir. Im Jahr 2001 wurde Paul Kayser Preisträger beim Wettbewerb um den Förderpreis für Orgelimprovisation des Internationalen Orgelfestivals Fugato in Bad Homburg v. d. Höhe. Kayser ist heute Organist an den Kirchen St-Alfons in Luxemburg und an der Sankt-Willibrordus-Basilika in Echternach. Des Weiteren unterrichtet er Orgel, Orgelimprovisation und Tonsatz an den Musikschulen in Echternach und Niederkerschen und ist als Komponist und Konzertorganist im In-und Ausland, u.a. mit Rundfunkaufnahmen und CD-Einspielungen, tätig.

 

Marcus Strümpe Programm

Marcus Strümpe studierte an der Folkwang-Hochschule Essen sowie an der Musikhochschule Trossingen. In Essen war er als Chorassistent von Prof. Ralf Otto zuständig für Korrepetition, Einstudierung und Organisation. Dirigierkurse bei Sergiu Celibidache und Frieder Bernius schlossen sich an. Als Organist wurde Strümpe von Prof. Gerd Zacher und Prof. Christoph Bossert ausgebildet. Meisterkurse führten ihn auch zu Ewald Kooiman, Harald Vogel, Michael Radulescu und Jon Laukvik. Seine Konzerttätigkeit führte ihn in der letzten Zeit u.a. in die Kathedralen von Lincoln (GB), Galway (Irland), St.Anna di Stazzema (Italien), in den Altenberger Dom sowie an die Goll-Orgel von St. Martin in Memmingen. Strümpe ist Kantor der Duisburger Salvatorkirche mit ihrer Kuhn-Orgel, die er auf einer CD mit Werken von Cochereau, Gershwin, Bach u.a. portraitierte. Er arbeitet er auch als Leiter des Philharmonischen Chores und ist als Organist den Duisburger Philharmonikern verbunden. Darüber hinaus ist er einer der Kuratoren der englischen Konzertsaalorgel in der Duisburger Mercatorhalle, deren Planung und Bau er begleitet hat. 

 

 
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