ORGELFESTIVAL.RUHR2014 - KLANGRAUM EUROPA

Interpreten

Wayne Marshall, GB/Malta Programm

Wayne Marshall wurde in der Nähe von Manchester geboren. Er studierte Orgel und Klavier in Manchester, am Royal College of Music in London sowie an der Musikhochschule Wien. Trotz seiner frühen Neigung zum Jazz begann er als Kirchenmusiker an der St. Georg´s Chapel in Windsor. Schnell entwickelte sich eine weltweite Konzerttätigkeit als Pianist und Organist. Er spielte in Konzerthäusern von Bridgewater, Dortmund, Peking, Luxemburg, der Walt Disney Concert Hall in Los Angeles usw. Regelmäßig tritt er bei den London Proms auf. Neben der Zusammenarbeit mit Mariss Jansons, Simon Rattle und Claudio Abbado ist er mittlerweile auch selbst als Dirigent weltweit tätig, so z. Bsp. an den Opernhäusern von Berlin, Montreal, Wien, Washington, Stockholm usw. Vor kurzem wurde der auf Malta lebende Künstler zum Chefdirigenten des WDR-Rundfunkorchesters Köln berufen.
Wayne Marshall gehört zu den aufregendsten Organisten unserer Zeit. Seine spezielle Aufmerksamkeit gilt der Improvisation, vornehmlich im Geiste Gershwins und der großen Jazz-Klassiker. Seine stupende Technik und Virtuosität ist einzigartig und wird weltweit geschätzt, seine CD´s mit Improvisationen über Themen von Gershwin am Klavier und auf der Orgel genießen Kultstatus.

 

Klaus Eldert Müller, Dortmund Programm

Klaus Eldert Müller ist seit 2005 Kantor und Organist an der Stadtkirche St. Reinoldi in Dortmund. Nach ersten musikalischen Impulsen auf seiner Heimatinsel Borkum studierte er Orgel und Improvisation an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg und Lübeck bei Prof. Wolfgang Zerer, Prof. Jan Ernst, Prof. Hans Gebhard und Domorganist Eberhard Lauer. 1995 schloss er sein Studium mit dem A-Diplom für Ev. Kirchenmusik ab. Von 1996 bis 2005 wirkte er  als Kantor an der Christuskirche Oberhausen. 2002 gewann er den Internationalen Orgelwettbewerb im Kloster Saarn/Mülheim an der Ruhr. Als Reinoldikantor ist Klaus Müller in besonderer Weise den Werken des ehemaligen Reinoldikantors Gerard Bunk (1888-1958) verpflichtet. 2006 nahm er die an St. Reinoldi von Gerard Bunk 1929 eingeführten Orgelfeierstunden wieder auf, die allerdings bis zur Fertigstellung eines neuen Orgelwerks in St. Reinoldi derzeit pausieren. Jeden Mittwoch um 18 Uhr lädt der Reinoldikantor seit 2010 zu den wöchentlichen Orgelvespern ein.

 

Pauli Pietiläinen, Finnland Programm

Pauli Pietiläinen studierte Orgel und Kirchenmusik ab 1980 an der Sibelius Akademie in Helsinki. Er beendete sein Studium mit Bestnoten in künstlerischem Orgelspiel und Improvisation. Neben der Teilnahme an vielen Meisterkursen komplettierte er seine Studien bei Wolfgang Rübsam in Chicago und Anders Bondeman in Stockholm. Sein Konzertdebut gab er 1992. Pauli Pietiläinen verbindet seine Musizierfreude mit einem großen Interesse an Orgeltranskriptionen und der Improvisation. Er spielte Konzerte in Finnland, Schweden, Deutschland, Frankreich, Russland, Singapur, Hongkong usw. Von 2000 bis 2005 war er Titularorganist der Kathedrale von Turku. Derzeit wirkt er als Musikdirektor in der Kirche vom Kreuz in Lahti. Neben seiner Tätigkeit als Organist ist er dort auch Leiter eines Kammerorchesters und verantwortliche für die dort stattfindenden Konzerte.

 

Milena Aroutjunowa, Rußland Programm

Die Organistin Milena Aroutjunowa ist in Moskau geboren. 1998 legte sie am Tschaikowsky-Staatskonservatorium Mosaku ihr Kompositions- und Orgelexamen ab. 2002 folgte ein Staatsexamen an der Lomonossov-Universität im Fachbereich „Altphilologie“. Weitere Studien folgten in Moskau bei A. Fiseisky, Mailand bei L. Ghielmi, Bremen bei H. Vogel und in Luxemburg bei J.-J Kasel. In vielen Ländern Europas (Frankreich, Polen, Dänemark, Italien, Österreich u. a.) hat  Milena Aroutjunowa Orgelkonzerte gegeben und mehrere Preise bei verschiedenen Wettbewerben gewonnen. Zurzeit ist sie tätig als Organistin in der Christus- und Garnisonkirche zu Wilhelmshaven, als Dozentin an der Musikschule, sowie als künstlerische Leiterin der Konzertreihe „Halbe-Stunde-Kirchenmusik“ in der Katholischen Kirche St.-Marien zu Jever. Neben ihrer musikalischen Tätigkeit widmet sie sich professioneller Übersetzung. Vor kurzem wurde die Bücher von Cornelia Funke „Geister Ritter“ und „Reckless-2“auf Russisch in ihrer Übersetzung erschienen (Moskau, Machaon“, 2013, St.-Petersburg, „Azbuka“, 2014).

 

Andreas Fröhling, Gelsenkirchen Programm

Andreas Fröhling studierte bei Prof. Gerd Zacher an der Folkwang-Hochschule in Essen. Nach dem A-Examen legte er das Konzertexamen für künstlerisches Orgelspiel ab. 1991 gewann er den ersten Preis der Internationalen Frühjahrsakademie für zeitgenössische Orgelmusik in Kassel. Nach seinem ersten Kantorat an der Essener Johanneskirche war Andreas Fröhling von 1996-2005 als Kantor und Organist an der Nicolai-Kirche in Gelsenkirchen tätig. Seit 2006 ist er Kreiskantor für den Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid. Er initiierte Konzertreihen und Seminare mit neuer und alter Musik, u.a. die Reihe Emporenkonzert15 in Gelsenkirchen und das Festival „Utopie jetzt!“ gemeinsam mit Gijs Burger an der Petrikirche in Mülheim an der Ruhr. Improvisationskonzerte führten ihn u.a. mit dem Klangkünstler und Bildhauer Paul Fuchs zusammen. Zudem unterrichtet er als Dozent für die Fächer Orgel und Orgelimprovisation an der Bischöflichen Kirchenmusikschule Essen. Als Konzertorganist spezialisierte sich Andreas Fröhling auf Aufführungen der großen deutschen romantischen Orgelkompositionen.

 

Kerry Beaumont, Großbritannien Programm

Kerry Beaumont wurde in Cambridge, England, geboren. Er studierte bei Peter Daly (Toronto), John Weaver (Philadelphia), Antoine Reboulot (Quebec) und Pierre Cochereau (Nizza). Er schloss seine Studien mit dem Bachelor am Curtis Institute of Music, Philadelphia und dem M.A. für Musik des 20. Jahrhunderts in Durham, England, ab. 1986 gewann er den ersten Preis für Improvisation beim internationalen Wettbewerb in San Anselmo, Kalifornien. Außerdem war er 1988 Finalist beim internationalen Improvisationswettbewerb in Haarlem. Seit 2006 ist er Musikdirektor an der Kathedrale von Coventry. Vorher war er an den Kathedralen von Ripon und St. David (Wales) tätig. Er konzertierte in Deutschland, Holland, den USA und Kanada. Seine CD-Einspielungen wurden von der BBC, in den USA und in den Niederlanden gesendet. Seite jüngste Aufnahme „Golden Jubilee“ wurde in Fachzeitschriften hoch gelobt.

 

Ludwig Kaiser, Bochum Programm

Ludwig Kaiser ist Kantor, Konzertorganist und Komponist. Von 1978 an studierte er an der Folkwang-Hochschule in Essen u.a. bei Prof. Gerd Zacher. 1984 legte er das A-Examen, 1986 das Konzertexamen ab. Während dieser Zeit betrieb er kompositorische Studien bei Juan Allende-Blin. Eine rege Konzert- und Vortragstätigkeit führte ihn ins In- und Ausland, u.a. nach Hamburg, Dresden, Berlin, Frankfurt, Rom, Lecce, New York, Chicago, Athen, Istanbul und Piteo. Seit Jahren kennzeichnen zahlreiche Uraufführungen auch eigener Kompositionen für Orgel, interaktive Ensembles und Chor sein Schaffen. 1996 wurde er Kantor an der Melanchthonkirche Bochum, Leiter der dortigen Kantorei und somit auch Veranstalter klassischer und innovativer Konzertformen im 'Kulturraum Melanchthonkirche'. Seit 1998 unterrichtet er als Lehrbeauftragter in der Fächerkombination „Ästhetische Bildung“ an der Ev. Fachhochschule RWL in Bochum. Daneben ist Kaiser auch als künstlerischer Leiter der Bochumer Tage für Neue Musik tätig. 

 

Suzanne Z’Graggen, Schweiz Programm

Suzanne Z’Graggen ist 1979 in Luzern geboren und aufgewachsen. Sie studierte an der Musikhochschule Luzern und an der Hochschule der Künste Bern bei E. Le Divellec und H. Balli, wo sie 2003 und 2007 mit dem Lehr- bzw. Solistendiplom für Orgel abschloss. Danach studierte sie in der Orgel-Konzertklasse von Prof. Michael Radulescu an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Der Abschluss mit dem Konzertreifediplom mit Auszeichnung erfolgte im November 2008. Wichtige Impulse und wertvolle persönliche Unterstützung verdankt sie Carlo Hommel (1953–2006), Titularorganist der Kathedrale Luxemburg. Suzanne Z’Graggen ist mehrfache Preisträgerin von Orgelwettbewerben und Musikpreisen in Luxemburg, Österreich und der Schweiz. Seit 2008 ist Suzanne Z’Graggen Domorganistin an der Bistumskathedrale St. Urs und Viktor in Solothurn. Sie ist dort u.a. künstlerische Leiterin des Sommerorgel-Konzertzyklus und der Konzertreihe „Orgel um 12“. Weiter ist sie als Orgellehrerin tätig und unterrichtet Musik am Gymnasium am Münsterplatz Basel. Als Orgelsolistin konzertiert sie regelmäßig im In- und Ausland. Daneben wirkt sie als Begleiterin verschiedener Chöre, Orchester und Kammermusik-Formationen mit.

 

Andy von Oppenkowski, Essen Programm

Andy v. Oppenkowski, geb. Knauf studierte evangelische Kirchenmusik (A-Examen) an der Folkwang-Hochschule Essen. Die Schwerpunkte lagen dort in den Fächern Orgel (Prof. Roland Maria Stangier) und Dirigieren (Prof. Ralf Otto und Prof. Jörg Breiding). Weitere Anregungen erhielt er in Kursen mit Phillipe Lefèbvre (Paris), Peter Planyavsky (Wien) und Hans-Christoph Rademann (Dresden). Seit 2006 ist Andy von Oppenkowski als Dozent für Orgel und Chorleitung in der Musikakademie Spieler tätig. Als Stimmbildner betreute er 2007 das Projekt „Comedian Harmonists“ am Grillo Theater Essen. Im Oktober 2007 übernahm er die künstlerische Leitung der Essener Kantorei und des „Forum Kreuzeskirche Essen“. Nach einem zweijährigen Tutorium für die Leitung des Hochschulchores hat er seit 2010 einen Lehrauftrag für Chorsingen an der Folkwang Universität der Künste inne. Andy von Oppenkowski ist seit März 2010 Kantor an der Kreuzeskirche Essen. Hier wirkt er auch als Veranstalter regelmäßiger Orgel- und Chorkonzerte.

 

Gijs Burger, Mülheim Programm

Gijs Burger, geboren 1957 in den Niederlanden, studierte Kirchenmusik an der Hochschule für Musik in Zwolle/Niederlande, Orgel bei Harm Jansen und Jaap Dragt sowie Chorleitung bei Jos Leussink. 1983 schloss er seine Studien dort mit dem Konzertexamen Orgel ab. Von 1983 bis 1985 setzte er seine Studien an der Folkwang-Hochschule Essen bei Prof. Gerd Zacher und Prof. Manfred Schreier fort. Seit 1986 ist er Kantor und Organist der Petrikirche in Mülheim an der Ruhr. Hier betreut er ein umfangreiches kirchenmusikalisches Konzertangebot. 2002 gründete er die "Singschule an der Petrikirche". Zurzeit singen unter dem Dach der Singschule über 130 Kinder und Jugendliche in mehreren aufeinander aufbauenden Gruppen. Das alle zwei Jahre in der Petrikirche in Mülheim stattfindende Festival "Utopie jetzt!" für Neue Musik bildet einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit. Gijs Burger wurde im Jahr 2000 mit dem "Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft" der Stadt Mülheim an der Ruhr ausgezeichnet. 2005 verlieh ihm die Evangelische Kirche im Rheinland den Titel „Kirchenmusikdirektor“.

 

João Santos, Portugal Programm

João Santos studierte an der Katholische Universität von Portugal in Oporto. Er belegte das Fach Orgel bei u.a. Luca Antoniotti, Klavier bei Anselm Hartmann, Komposition und Chorleitung bei Eugénio Amorim sowie Orchesterleitung bei Cesário Costa. João bekam diverse nationale Auszeichnungen für Orgelspiel und Komposition. Außerdem erhielt er für etliche seiner Kompositionen Preise.
International hat Santos 2004 und 2005 Portugal in dem Europäischen Projekt ‘Church Organs, Mobility of Traditions’ vertreten, Teil des ‘Socrates Programme’. Er steht in Kontakt mit vielen europäischen Organisten, wie z.B. Theo Jellema, Wolfgang Zerer, Michel Bouvard, Jan Janssen, François Espinasse und Daniel Roth und nahm an renommierten Orgelwettbewerben von Alkmaar/NL (Schnitger International Organ Competition), Freiberg (Silbermann Organ Competition) und Innsbruck (Paul Hofhaimer Organ Competition) teil. Vor kurzem spielte er in der Westminster Cathedral in London. João unterrichtete von 2005 bis 2007 Komposition an der Universität von Oporto. Momentan ist er Titularorganist der Sanctuary of Our Lady of the Rosary of Fátima und der Kathedrale von Leiria.

 

Marcus Strümpe, Duisburg Programm

Marcus Strümpe studierte an der Folkwang-Hochschule Essen sowie an der Musikhochschule Trossingen. In Essen war er als Chorassistent von Prof. Ralf Otto zuständig für Korrepetition, Einstudierung und Organisation. Dirigierkurse bei Sergiu Celibidache und Frieder Bernius schlossen sich an. Als Organist wurde Strümpe von Prof. Gerd Zacher und Prof. Christoph Bossert ausgebildet. Meisterkurse führten ihn auch zu Ewald Kooiman, Harald Vogel, Michael Radulescu und Jon Laukvik. Seine Konzerttätigkeit führte ihn in der letzten Zeit u.a. in die Kathedralen von Lincoln (GB), Galway (Irland), St.Anna di Stazzema (Italien), in den Altenberger Dom sowie an die Goll-Orgel von St. Martin in Memmingen. Strümpe ist Kantor der Duisburger Salvatorkirche mit ihrer Kuhn-Orgel, die er auf einer CD mit Werken von Cochereau, Gershwin, Bach u.a. portraitierte. Er arbeitet er auch als Leiter des Philharmonischen Chores und ist als Organist den Duisburger Philharmonikern verbunden. Darüber hinaus ist er einer der Kuratoren der englischen Konzertsaalorgel in der Duisburger Mercatorhalle, deren Planung und Bau er begleitet hat. 

 

 
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