ORGELFESTIVAL.RUHR2015 - KLANGRAUM EUROPA

Interpreten

Pierre Pincemaille, Frankreich Programm

 

erhielt seine musikalische Ausbildung am „Conservatoire National Supérieur de Musique“ in Paris und legte das Abschlussexamen in den Fächern Harmonielehre, Kontrapunkt, Fuge, Orgelliteraturspiel und Improvisation mit besten Auszeichnungen ab. In der Folgezeit errang Pierre Pincemaille nacheinander fünf große internationale Preise: Lyon (1978), Beauvais (1987), Strasbourg (1989), Montbrison (1989) und Chartres (1990). Seit 1987 ist er Hauptorganist an der Kathedrale von St. Denis, deren weltbekannte Orgel (erbaut 1841) das erste große Instrument des berühmten Orgelbauers Aristide Cavaillé-Coll ist. Pierre Pincemaille ist ein international bedeutender Organist. Er gab Konzerte in fast allen europäischen Ländern, in den USA, Kanada, Russland, China, Japan, Lateinamerika und in Südafrika. Er war Solist unter bedeutenden Dirigenten wie Mstislav Rostropovitch, Myung-Whun-Chung, Riccardo Muti, Charles Dutoit u.a. Neben vielen CDs mit Improvisationen spielte er Maurice Duruflés und César Francks Gesamtwerk, Charles-Marie Widors Symphonien, Strawinsky-Transkriptionen sowie Werke von Olivier Messiaen, Louis Vierne, Jehan Alain und Pierre Cochereau ein. Ebenso gibt es Aufzeichnungen mit Orchester mit Werken von Camille Saint-Saëns, Hector Berlioz, Joseph Jongen und Aaron Copland. Pincemaille widmet sich in besonderer Weise der Improvisation. Vor kurzem erschien eine CD mit Improvisationen über europäische Nationalhymnen. Seit 2005 unterrichtet er im „Conservatoire National Supérieur de Musique“ in Paris.

 

 

 

 

Klaus Eldert Müller, Dortmund Programm

 

Klaus Eldert Müller ist seit 2005 Kantor und Organist an der Stadtkirche St. Reinoldi in Dortmund. Nach ersten musikalischen Impulsen auf seiner Heimatinsel Borkum studierte er Orgel und Improvisation an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg und Lübeck bei Prof. Wolfgang Zerer, Prof. Jan Ernst, Prof. Hans Gebhard und Domorganist Eberhard Lauer. 1995 schloss er sein Studium mit dem A-Diplom für Ev. Kirchenmusik ab. Von 1996 bis 2005 wirkte er  als Kantor an der Christuskirche Oberhausen. 2002 gewann er den Internationalen Orgelwettbewerb im Kloster Saarn/Mülheim an der Ruhr. Als Reinoldikantor ist Klaus Müller in besonderer Weise den Werken des ehemaligen Reinoldikantors Gerard Bunk (1888-1958) verpflichtet. 2006 nahm er die an St. Reinoldi von Gerard Bunk 1929 eingeführten Orgelfeierstunden wieder auf, die allerdings bis zur Fertigstellung eines neuen Orgelwerks in St. Reinoldi derzeit pausieren. Jeden Mittwoch um 18 Uhr lädt der Reinoldikantor seit 2010 zu den wöchentlichen Orgelvespern ein.

 

 

 

Luca Scandali, Italien Programm

 

wurde 1965 in Ancona (Italien) geboren. Er studierte die
Fächer Orgel, Cembalo und Komposition an der Musikhochschule „G. Rossini“ in Pesaro. Danach setzte er seine Studien bei Ton Koopman, Andrea Marcon, Luigi Ferdinando Tagliavini und Liuwe Tamminga fort. Im Jahre 1986 gewann Luca Scandali das erstmals vergebene Stipendium „F. Barocci“ für junge Organisten. Erfolge bei verschiedenen Orgelwettbewerben schlossen sich an: 1992 ein dritter Preis beim ersten internationalen Orgelwettbewerb „Città di Milano“, 1994 ein vierter Preis beim internationalen Orgelwettbewerb in Brügge und 1998 ein erster Preis beim internationalen Orgelwettbewerb „Paul Hofhaimer“ in Innsbruck. Nach und nach bekam er Einladungen, Meisterkurse und Workshops durchzuführen. Luca Scandali konzertiert bei renommierten Konzertreihen und Festivals u.a. in Italien, Spanien, Portugal, Schweiz, Frankreich, Niederlande, Belgien, Tschechien, Slowakei, Ukraine, Polen, Dänemark, Norwegen, Mexiko und Japan, sowohl als Solist als auch mit Orchester und in kammermusikalischen Besetzungen. Momentan unterrichtet er Orgel und Komposition am Konservatorium „F. Morlacchi“ in Perugia. Er ist Herausgeber der „Canzoni de intavolatura d’organo fatte alla francese“ (1599) von Vincenzo Pellegrini (1562 – 1630). Scandali spielte eine ganze Reihe CDs ein, sowohl solistisch als auch mit Orchester, und bekam dafür exzellente Kritiken in der Fachpresse.

 

 

 

Dmitry Ushakov, Rußland Programm

 

wurde 1979 in Moskau geboren. Nachdem er im Alter von zwölf Jahren mit dem Orgelunterricht begann, folgte 1998 bis 2004 die Ausbildung am Konservatorium in Moskau in den Fächern Orgel (u.a. bei Oleg Jantchenko) und Musikgeschichte (Abschlussexamen mit Auszeichnung). Seine Studien führten ihn weiter an das Konservatorium von Kasan. Auch hier erreichte er 2007 einen Abschluss mit Auszeichnung. Es folgte eine Dissertation am Konservatorium in Moskau und die Teilnahme an Meisterkursen in ganz Europa, u.a. bei Michel Chapius, Harald Vogel, Michael Radulescu und Ton Koopman. Dmitry Ushakov konzertiert in Russland und anderen europäischen Ländern, u.a. mit Aufnahmen im österreichischen, belgischen und schweizerischen Rundfunk. 1999 wurde er Organist der französischen Kirche des heiligen Ludwig in Moskau, seit 2011 ist er Musikdirektor der ev. luth. Kirche der Heiligen Peter und Paul. Außerdem ist Ushakov Organist der Philharmonie in Tomsk, für die er auch als Veranstalter für Orgelkonzerte mit ausländischen Organisten agiert. Zudem organisiert er Konzerte und Festivals im Ausland, wie z.B. 2009 das Rheinberger-Festival in Liechtenstein.

 

 

 

Andreas Fröhling, Gelsenkirchen Programm

 

Andreas Fröhling studierte bei Prof. Gerd Zacher an der Folkwang-Hochschule in Essen. Nach dem A-Examen legte er das Konzertexamen für künstlerisches Orgelspiel ab. 1991 gewann er den ersten Preis der Internationalen Frühjahrsakademie für zeitgenössische Orgelmusik in Kassel. Nach seinem ersten Kantorat an der Essener Johanneskirche war Andreas Fröhling von 1996-2005 als Kantor und Organist an der Nicolai-Kirche in Gelsenkirchen tätig. Seit 2006 ist er Kreiskantor für den Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid. Er initiierte Konzertreihen und Seminare mit neuer und alter Musik, u.a. die Reihe Emporenkonzert15 in Gelsenkirchen und das Festival „Utopie jetzt!“ gemeinsam mit Gijs Burger an der Petrikirche in Mülheim an der Ruhr. Improvisationskonzerte führten ihn u.a. mit dem Klangkünstler und Bildhauer Paul Fuchs zusammen. Zudem unterrichtet er als Dozent für die Fächer Orgel und Orgelimprovisation an der Bischöflichen Kirchenmusikschule Essen. Als Konzertorganist spezialisierte sich Andreas Fröhling auf Aufführungen der großen deutschen romantischen Orgelkompositionen.

 

 

 

Für die kurzfristig erkrankte Marie Zahrádkova, spielt

 

Jan Dolezel, Tschechien Programm

 

 

studierte Musik in Pilsen, Prag, Lübeck und Würzburg, darüber hinaus hat er aktiv an vielen internationalen Meisterkursen teilgenommen. Er ist Preisträger bei mehreren Wettbewerben (darunter der Orgelwettbewerb der „Internationalen Orgelwoche Nürnberg“ 2013) und war Stipendiat des Evangelischen Studienwerkes.

In seiner intensiven Konzerttätigkeit im Inland und europäischen Ausland legt Jan Doležel einen großen Wert auf Aufführungen von aussagekräftigen und wenig gespielten Kompositionen. Sein Repertoire reicht von ältester Orgelmusik über die traditionellen Meister bis hin zur Neuen Musik. Im Jahre 2012 wurde Jan Doležel Dozent für Orgel an der Hochschule für Musik in Würzburg.

 

 

 

Ludwig Kaiser, Bochum Programm

 

Ludwig Kaiser ist Kantor, Konzertorganist und Komponist. Von 1978 an studierte er an der Folkwang-Hochschule in Essen u.a. bei Prof. Gerd Zacher. 1984 legte er das A-Examen, 1986 das Konzertexamen ab. Während dieser Zeit betrieb er kompositorische Studien bei Juan Allende-Blin. Eine rege Konzert- und Vortragstätigkeit führte ihn ins In- und Ausland, u.a. nach Hamburg, Dresden, Berlin, Frankfurt, Rom, Lecce, New York, Chicago, Athen, Istanbul und Piteo. Seit Jahren kennzeichnen zahlreiche Uraufführungen auch eigener Kompositionen für Orgel, interaktive Ensembles und Chor sein Schaffen. 1996 wurde er Kantor an der Melanchthonkirche Bochum, Leiter der dortigen Kantorei und somit auch Veranstalter klassischer und innovativer Konzertformen im 'Kulturraum Melanchthonkirche'. Seit 1998 unterrichtet er als Lehrbeauftragter in der Fächerkombination „Ästhetische Bildung“ an der Ev. Fachhochschule RWL in Bochum. Daneben ist Kaiser auch als künstlerischer Leiter der Bochumer Tage für Neue Musik tätig.

 

 

 

Iveta Apkalna, Lettland Programm

 

wurde in Lettland (Rezekne) geboren und studierte Klavier und Orgel an der J. Vitols Musikakademie in Riga. Nachdem sie 1999 beide Ausbildungen mit Auszeichnung abschloss, legte sie an der London Guildhall School of Music and Drama ein weiteres Konzertexamen im Fach Klavier ab. Von 2000 bis 2003 absolvierte Iveta Apkalna ein vom DAAD gefördertes Studium in der Solistenklasse Orgel an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Iveta Apkalna erhielt bei zahlreichen internationalen Wettbewerben Auszeichnungen. 2004 wurde ihr in Riga der „Grand Latvian Music Award“ für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Musik verliehen. 2005 ließ sie dem Instrument Orgel erstmals bei der Vergabe des „ECHO-Klassik-Preises“ besondere Bedeutung zukommen: Iveta Apkalna wurde „Instrumentalistin des Jahres“. Ihren zweiten ECHO erhielt sie 2008 in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“. Heute konzertiert sie weltweit, mit Auftritten bei führenden Festivals und in allen bedeutenden Konzerthäusern (Berlin, Hamburg, Köln, Leipzig, Wien, Luzern, Luxemburg, Washington, San Francisco, Moskau, Budapest u.a.). Zudem ist sie regelmäßig Gast bei bedeutenden Orchestern (Berliner Philharmoniker, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, WDR Sinfonieorchester, Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Gürzenich Orchester, Hamburger Philharmoniker, Kremerata Baltica) unter der Leitung berühmter Dirigentenpersönlichkeiten wie Claudio Abbado, Mariss Jansons, Marek Janowski, Roman Kofmann, Simone Young und Markus Stenz.

 

 

 

Andy von Oppenkowski, Essen Programm

 

Andy v. Oppenkowski, geb. Knauf studierte evangelische Kirchenmusik (A-Examen) an der Folkwang-Hochschule Essen. Die Schwerpunkte lagen dort in den Fächern Orgel (Prof. Roland Maria Stangier) und Dirigieren (Prof. Ralf Otto und Prof. Jörg Breiding). Weitere Anregungen erhielt er in Kursen mit Phillipe Lefèbvre (Paris), Peter Planyavsky (Wien) und Hans-Christoph Rademann (Dresden). Seit 2006 ist Andy von Oppenkowski als Dozent für Orgel und Chorleitung in der Musikakademie Spieler tätig. Als Stimmbildner betreute er 2007 das Projekt „Comedian Harmonists“ am Grillo Theater Essen. Im Oktober 2007 übernahm er die künstlerische Leitung der Essener Kantorei und des „Forum Kreuzeskirche Essen“. Nach einem zweijährigen Tutorium für die Leitung des Hochschulchores hat er seit 2010 einen Lehrauftrag für Chorsingen an der Folkwang Universität der Künste inne. Andy von Oppenkowski ist seit März 2010 Kantor an der Kreuzeskirche Essen. Hier wirkt er auch als Veranstalter regelmäßiger Orgel- und Chorkonzerte.

 

 

 

Gjis Burger, Mülheim Programm

 

Gijs Burger, geboren 1957 in den Niederlanden, studierte Kirchenmusik an der Hochschule für Musik in Zwolle/Niederlande, Orgel bei Harm Jansen und Jaap Dragt sowie Chorleitung bei Jos Leussink. 1983 schloss er seine Studien dort mit dem Konzertexamen Orgel ab. Von 1983 bis 1985 setzte er seine Studien an der Folkwang-Hochschule Essen bei Prof. Gerd Zacher und Prof. Manfred Schreier fort. Seit 1986 ist er Kantor und Organist der Petrikirche in Mülheim an der Ruhr. Hier betreut er ein umfangreiches kirchenmusikalisches Konzertangebot. 2002 gründete er die "Singschule an der Petrikirche". Zurzeit singen unter dem Dach der Singschule über 130 Kinder und Jugendliche in mehreren aufeinander aufbauenden Gruppen. Das alle zwei Jahre in der Petrikirche in Mülheim stattfindende Festival "Utopie jetzt!" für Neue Musik bildet einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit. Gijs Burger wurde im Jahr 2000 mit dem "Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft" der Stadt Mülheim an der Ruhr ausgezeichnet. 2005 verlieh ihm die Evangelische Kirche im Rheinland den Titel „Kirchenmusikdirektor“.

 

 

 

Luisa Râpa, Rumänien Programm

 

wurde 1992 in Klausenburg/Rumänien geboren. Sie konzertiert regelmäßig an bedeutenden historischen Orgeln ihres Heimatlandes (Kronstadt, Hermannstadt, Schässburg und Mediasch) sowie in Deutschland (Giengen a. d. Brenz, Hoffenheim, Würzburg, Bach-Kirche Arnstadt, Ansbach). Beim Wettbewerb des „TimOrgelFest“ 2010 in Temeswar errang sie den dritten Preis. Als Cembalistin nahm Luisa Râpa an zwei Kammermusikwettbewerben im Rahmen des „Stravaganza-Festivals“ teil, bei dem sie im Jahre 2011 ausgezeichnet wurde und im Jahr 2013 den zweiten Preis gewann. Derzeit studiert sie in einem Masterstudiengang Orgel bei Prof. Christoph Bossert an der Hochschule für Musik Würzburg. Sie ist Stipendiatin des DAAD. Bereits sehr früh begann ihre musikalische Laufbahn. So fing sie im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierspielen an und führte ihren Klavierunterricht am Musikgymnasium „Sigismund Todu “ fort. Als Schülerin hat Luisa Râp an zahlreichen nationalen Klavierwettbewerben teilgenommen, bei denen sie auch etliche Auszeichnungen erworben hat. Ihr Orgelstudium begann sie im Alter von 16 Jahren. Sie schloss ihr Bachelorstudium im Konzertfach Orgel als Studentin von Prof. Dr. Ursula Philippi und Univ.-Doz. Dr. Maria Abrudan als Jahrgangsbeste ab. Ihr Repertoire als Organistin, Cembalistin und Pianistin umfasst alle bedeutenden Epochen. Ihr interpretatorischer Schwerpunkt liegt besonders in der Deutschen Romantik sowie in der Avantgarde des 20. Jahrhunderts.

 

 

 

Marcus Strümpe, Duisburg Programm

 

Marcus Strümpe studierte an der Folkwang-Hochschule Essen sowie an der Musikhochschule Trossingen. In Essen war er als Chorassistent von Prof. Ralf Otto zuständig für Korrepetition, Einstudierung und Organisation. Dirigierkurse bei Sergiu Celibidache und Frieder Bernius schlossen sich an. Als Organist wurde Strümpe von Prof. Gerd Zacher und Prof. Christoph Bossert ausgebildet. Meisterkurse führten ihn auch zu Ewald Kooiman, Harald Vogel, Michael Radulescu und Jon Laukvik. Seine Konzerttätigkeit führte ihn in der letzten Zeit u.a. in die Kathedralen von Lincoln (GB), Galway (Irland), St.Anna di Stazzema (Italien), in den Altenberger Dom sowie an die Goll-Orgel von St. Martin in Memmingen. Strümpe ist Kantor der Duisburger Salvatorkirche mit ihrer Kuhn-Orgel, die er auf einer CD mit Werken von Cochereau, Gershwin, Bach u.a. portraitierte. Er arbeitet er auch als Leiter des Philharmonischen Chores und ist als Organist den Duisburger Philharmonikern verbunden. Darüber hinaus ist er einer der Kuratoren der englischen Konzertsaalorgel in der Duisburger Mercatorhalle, deren Planung und Bau er begleitet hat. 

 

 

 

 
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