ORGELFESTIVAL.RUHR2016 - KLANGRAUM EUROPA

Interpreten

Jane Parker-Smith, Großbritannien Programm

 

Jane Parker-Smith, die „Martha Argerich der Orgel“, wie sie schon genannt wurde (Paul Driver, Sunday Times), wird international von Kritik und Publikum für ihre musikalische Qualität und Virtuosität, wie für ihre unterhaltsame Programmgestaltung und ihren elektrisierenden Darbietungsstil gleichermaßen geschätzt. Sie studierte am Royal College of Music in London und erhielt verschiedene Preise und Stipendien. Nach einer zusätzlichen Ausbildung bei dem Konzertorganisten Nicolas Kynaston konnte sie mit einem staatlichen französischen Stipendium ihr Studium bei Jean Langlais in Paris abschließen und dabei ihre Kenntnis und ihr Verständnis der französischen Orgelmusik des 20. Jahrhunderts vervollkommnen. Ihr Londoner Debüt gab sie als Zwanzigjährige in der Westminster Cathedral, zwei Jahre später hatte sie ihren ersten Soloauftritt bei den BBC Promenade Concerts in der Royal Albert Hall. Mittlerweile spielte Jane Parker-Smith ein breites Repertoire auf CD ein. Außerdem nahm sie zusammen mit Maurice André eine CD mit Trompeten- und Orgelmusik auf. Darüber hinaus gastiert sie häufig bei internationalen Festivals und wird immer wieder zu Jurys für Orgelwettbewerbe eingeladen. Sie spielt in allen bedeutenden Orgelzentren Europas, den USA, in Asien, Japan, Rußland und Südafrika. Ihr umfassendes Konzertrepertoire hat Jane Parker-Smith mit zahlreichen herausragenden nationalen und internationalen Orchestern unter Beweis gestellt. Sie arbeitet u.a. mit Sir Simon Rattle, Serge Baudo, und Richard Hickox zusammen. Jane Parker Smith ist Honorary Fellow des Verbandes der Musiker und Sänger und Mitglied der dort eingegliederten Society of Musicians. Sie ist in der weltweiten Ausgabe des ‚Who’s Who’ und im internationalen ‚Who’s Who in Music’ verzeichnet.

 

Klaus Eldert Müller, Dortmund Programm

 

Klaus Eldert Müller ist seit 2005 Kantor und Organist an der Stadtkirche St. Reinoldi in Dortmund. Nach ersten musikalischen Impulsen auf seiner Heimatinsel Borkum studierte er Orgel und Improvisation an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg und Lübeck bei Prof. Wolfgang Zerer, Prof. Jan Ernst, Prof. Hans Gebhard und Domorganist Eberhard Lauer. 1995 schloss er sein Studium mit dem A-Diplom für Ev. Kirchenmusik ab. Von 1996 bis 2005 wirkte er  als Kantor an der Christuskirche Oberhausen. 2002 gewann er den Internationalen Orgelwettbewerb im Kloster Saarn/Mülheim an der Ruhr. Als Reinoldikantor ist Klaus Müller in besonderer Weise den Werken des ehemaligen Reinoldikantors Gerard Bunk (1888-1958) verpflichtet. 2006 nahm er die an St. Reinoldi von Gerard Bunk 1929 eingeführten Orgelfeierstunden wieder auf, die allerdings bis zur Fertigstellung eines neuen Orgelwerks in St. Reinoldi derzeit pausieren. Jeden Mittwoch um 18 Uhr lädt der Reinoldikantor seit 2010 zu den wöchentlichen Orgelvespern ein.

 

 

 

Fabjola Lekaj, Albanien Programm

 

wurde 1985 in Berat (Albanien) geboren. Ihre erste musikalische Ausbildung erhielt sie in Tirana, wo sie 2003 ein Klavierstudium am Konservatorium „Jordan Misja“ abschloss. Weiter führte sie der Weg nach Rom an das „Pontificio Istituto di Musica Sacra“, wo sie das Studium im Fach Orgel im Jahr 2011 beendete. Eine Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Vokal- und Instrumentalensembles in Italien prägten ihre kammermusikalischen Aktivitäten. 2015 erschien eine Aufnahme mit bislang unveröffentlichten Werken von Gregorio Allegri mit dem „Ensemble Musica Flexanima“ mit Fabjola Lekaj als Continuospielerin. Derzeitig arbeitet sie in Rom als Chorleiterin am „Pontifical Irish College“ und als Titularorganistin an der „Iglesia Nacional Española de S. Maria in Monserrato“, der spanischen Nationalkirche in Rom.

 

 

 

Charlotte Marck, Frankreich Programm

 

 

Charlotte Marck hatte eine umfassende musikalische Ausbildung (Cembalo, Orgel, Clavichord, Komposition, Generalbaß) in Strasburg, am Conservatoire National Supérieur de Musique et Danse de Paris, in Toulouse, am Sweelinck Konservatorium in Amsterdam und an der Musikhochschule Hamburg. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen. So gewann sie in Paris einen Preis beim Festival d'Automne Jungen Interpreten 2003, sowie jeweils den zweiten Preis beim Orgelwettbewerb “ Grand Prix d'Echo ” in Alkmaar 2011 und beim Internationalen Paul Hofhaimer Wettbewerb in Innsbruck 2013. Auch als Komponistin wurde Charlotte Marck bereits mehrfach ausgezeichnet.  Ihr Repertoire als Organistin und Cembalistin recht von Renaissancemusik bis zu Werken von heute. Sie Konzertierte beim Festival “ L'Orgue en Fête ” in Villeneuve sur Yonne, beim Festival “ Bach en Combrailles ”, beim Reincken Festival in Deventer,  bei der Innsbrucker Festwochen, in der Kathedrale von Chartres, im “ Orgelpark ” in Amsterdam, und der Laurentiuskirche in Alkmaar sowie in der deutschen Orgelstadt Hollern an historischen Orgeln von Arp Schnitger. Ausgefallene Kammermusik spielt sie mit ihrem Ensemble Les Ondes, spezializiert auf  Musik von Nord-Europa des XV. bis XVIII. Jahrhunderts, mit einer Öffnung an der heutige Musik. Neben Eigenkompositionen für Orgel, Cembalo, Kammemusikensembles und Gesang schuf Charlotte Marck auch eine Bearbeitung von D. Scarlattis Cembalosonate K 58a für Oboe, Violine und Violincello.

 

 

 

Andreas Fröhling, Gelsenkirchen Programm

 

Andreas Fröhling ist Kreiskantor im Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid. 2009 wurde er zum Kirchenmusikdirektor ernannt. Nach dem ersten Unterricht in seiner Heimatstadt Leer führte ihn das Studium an der Folkwang-Hochschule in Essen ins Ruhrgebiet. Während seiner Ausbildung zum A-Kirchenmusiker und Konzertorganisten prägte ihn besonders der Unterricht bei Prof. Gerd Zacher (Orgel) und Prof. Manfred Schreier (Chorleitung), die durch ihre außergewöhnliche Fähigkeit der Vermittlung von Kirchenmusik aller Epochen Maßstäbe setzten und die Faszination der kirchenmusikalischen Schätze dadurch lebendig und aktuell hielten. Mit besonderen Konzertformen und Konzertreihen wie die „Emporenkonzerte“ in Gelsenkirchen oder das Festival „Utopie jetzt!“ (gemeinsam initiiert mit Gijs Burger an der Petrikirche in Mülheim an der Ruhr) führt Andreas Fröhling diese Tradition weiter. Als Konzertorganist ist er auf Aufführungen zeitgenössischer Werke sowie auf die Aufführungspraxis der Orgelwerke von Charles Tournemire und der großen deutschen romantischen Orgelkomponisten spezialisiert. 1991 gewann er den ersten Preis der „Internationalen Frühjahrsakademie für zeitgenössische Orgelmusik“ in Kassel. Improvisationskonzerte führen ihn mit dem Klangkünstler und Bildhauer Paul Fuchs und dem Pianisten Michael Gees zusammen. Andreas Fröhling unterrichtet als Dozent für die Fächer Orgel und Orgelimprovisation an der Bischöflichen Kirchenmusikschule in Essen. 

 

 

 

Jan Hage, Niederlande Programm

 

(geb. 1964) studierte Orgel (bei Prof. Jan Welmers) und Musiktheorie an der Utrechter Musikhochschule, Musikwissenschaft an der Universität Utrecht sowie Kirchenmusik am „Nederlands Instituut voor de Kerkmuziek“, ebenfalls in Utrecht. Anschließend setzte er seine Studien bei André Isoir am Conservatoire National de Région te Boulogne-Billancourt fort. Er gewann mehrere erste Preise bei nationalen und internationalen Orgelwettbewerben und ist ein starker Befürworter und  gefragter Interpret neuer Orgelmusik. Als Solist war er u.a. zu hören mit dem Schlagzeug-Ensemble Den Haag, dem Asko-Ensemble und dem Rotterdams Philharmonischen Orchester. Zu seinen aktuellsten CD-Aufnahmen gehört eine mit dem kompletten ‘Jets d’Orgue’ von Jan Vriend sowie eine Gesamtaufnahme der Orgelwerke von Jehan Alain. Außerdem tritt er als Komponist und Publizist in Erscheinung. 2006 erhielt er die Silbermedaille der Société Académique Arts-Sciences-Lettres in Paris wegen seine Verdienste für die französische Orgelkultur. Von 1995 bis 2011 war er Organist der Klosterkirche in Den Haag, seit Juni 2011 ist er in der gleichen Funktion am Utrechter Dom tätig.

 

 

 

Hugh Morris, Großbritannien Programm

 

Hugh Morris studierte am Royal College of Organists und ist seit 2015 Musikdirektor der Kathedrale von Derby. In seiner vorherigen gleichen Position an Christchurch Priory konnte er auf beachtliche Erfolge bei der Entwicklung der verschiedenen Chöre zurückblicken. Er war dort Festivalgründer und Konzertorganist, als Dirigent machte er verschiedene CD-Einspielungen und etablierte Konzertreihen. Morris unterrichtete das Fach Orgel an verschiedenen Instituten in Cambridge, Bristol u.a. Als Konzertorganist hat er ganz Großbritannien und das Ausland bereist. Als Finalist war er beim internationalen Orgelwettbewerb in Haarlem und beim "Jan Pieterszoon Sweelinck"-Wettbewerb in Amsterdam zu erleben.

 

 

 

Ludwig Kaiser, Bochum Programm

 

Ludwig Kaiser ist Kantor, Konzertorganist und Komponist. Von 1978 an studierte er an der Folkwang-Hochschule in Essen u.a. bei Prof. Gerd Zacher. 1984 legte er das A-Examen, 1986 das Konzertexamen ab. Während dieser Zeit betrieb er kompositorische Studien bei Juan Allende-Blin. Eine rege Konzert- und Vortragstätigkeit führte ihn ins In- und Ausland, u.a. nach Hamburg, Dresden, Berlin, Frankfurt, Rom, Lecce, New York, Chicago, Athen, Istanbul, Piteo und Hiroshima. Seit Jahren kennzeichnen zahlreiche Uraufführungen auch eigener Kompositionen für Orgel, interaktive Ensembles und Chor sein Schaffen. 1996 wurde er Kantor an der Melanchthonkirche Bochum, Leiter der dortigen Kantorei und somit auch Veranstalter klassischer und innovativer Konzertformen im 'Kulturraum Melanchthonkirche'. Seit 1998 unterrichtet er als Lehrbeauftragter in der Fächerkombination „Ästhetische Bildung“ an der Ev. Fachhochschule RWL in Bochum. Daneben ist Kaiser auch als künstlerischer Leiter der Bochumer Tage für Neue Musik tätig.

 

 

 

Balázs Szabó, Ungarn Programm



absolvierte sein Studium in Budapest, Würzburg, Trossingen, Rom und Utrecht. Während seiner Studienzeit absolvierte er zahlreiche Meisterkurse. Die entscheidenden künstlerischen Impulse erhielt er von Prof. Christoph Bossert, in dessen Klasse er 2010 die Meisterklasse für Orgel abschloß. 2015 promovierte er als Musikwissenschaftler über Max Regers Orgelschaffen an der Universität in Utrecht. Bei zahlreichen bedeutenden internationalen Wettbewerben ging er als Sieger und Preisträger hervor, u.a. bei der ION Musica Sacra Nürnberg, beim Bach-Preis Wiesbaden, Grand Prix de Chartres u.a. 2011 erfolgte die Berufung an die Musikuniversität Ferenc Liszt, 2013 zusätzlich an das Bartók Béla Konservatorium in Budapest. Einladungen zur Internationalen Meisterkursen und Seminaren runden seine Pädagogische Tätigkeit ab. Zentrale Bedeutung für sein künstlerisches Wirken haben die Komponisten Bach, Liszt,  Reger und Karg-Elert. Als Tasteninstrumenten-Spezialist übt er neben seiner Organistenlaufbahn eine rege Konzerttätigkeit als Pianist und Cembalist aus und ist einer der wenigen Interpreten, die das Spiel des Mustelschen Kunstharmoniums virtuos beherrschen. Als Höhepunkt seiner eigenen restauratorischen Tätigkeit restaurierte er 2013 das Piano-Orgue aus dem Nachlass Ferenc Liszts für das Budapester Liszt-Gedenkmuseum.

www.organist.hu

 

 

 

Andy von Oppenkowski, Essen Programm

 

Andy v. Oppenkowski, geb. Knauf studierte evangelische Kirchenmusik (A-Examen) an der Folkwang-Hochschule Essen. Die Schwerpunkte lagen dort in den Fächern Orgel (Prof. Roland Maria Stangier) und Dirigieren (Prof. Ralf Otto und Prof. Jörg Breiding). Weitere Anregungen erhielt er in Kursen mit Phillipe Lefèbvre (Paris), Peter Planyavsky (Wien) und Hans-Christoph Rademann (Dresden). Seit 2006 ist Andy von Oppenkowski als Dozent für Orgel und Chorleitung in der Musikakademie Spieler tätig. Als Stimmbildner betreute er 2007 das Projekt „Comedian Harmonists“ am Grillo Theater Essen. Im Oktober 2007 übernahm er die künstlerische Leitung der Essener Kantorei und des „Forum Kreuzeskirche Essen“. Nach einem zweijährigen Tutorium für die Leitung des Hochschulchores hat er seit 2010 einen Lehrauftrag für Chorsingen an der Folkwang Universität der Künste inne. Andy von Oppenkowski ist seit März 2010 Kantor an der Kreuzeskirche Essen. Hier wirkt er auch als Veranstalter regelmäßiger Orgel- und Chorkonzerte.

 

 

 

Gjis Burger, Mülheim Programm

 

Gijs Burger, geboren 1957 in den Niederlanden, studierte Kirchenmusik an der Hochschule für Musik in Zwolle/Niederlande, Orgel bei Harm Jansen und Jaap Dragt sowie Chorleitung bei Jos Leussink. 1983 schloss er seine Studien dort mit dem Konzertexamen Orgel ab. Von 1983 bis 1985 setzte er seine Studien an der Folkwang-Hochschule Essen bei Prof. Gerd Zacher und Prof. Manfred Schreier fort. Seit 1986 ist er Kantor und Organist der Petrikirche in Mülheim an der Ruhr. Hier betreut er ein umfangreiches kirchenmusikalisches Konzertangebot. 2002 gründete er die "Singschule an der Petrikirche". Zurzeit singen unter dem Dach der Singschule über 130 Kinder und Jugendliche in mehreren aufeinander aufbauenden Gruppen. Das alle zwei Jahre in der Petrikirche in Mülheim stattfindende Festival "Utopie jetzt!" für Neue Musik bildet einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit. Gijs Burger wurde im Jahr 2000 mit dem "Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft" der Stadt Mülheim an der Ruhr ausgezeichnet. 2005 verlieh ihm die Evangelische Kirche im Rheinland den Titel „Kirchenmusikdirektor“.

 

 

 

Marcus Strümpe, Duisburg Programm

 

Marcus Strümpe studierte an der Folkwang-Hochschule Essen sowie an der Musikhochschule Trossingen. In Essen war er als Chorassistent von Prof. Ralf Otto zuständig für Korrepetition, Einstudierung und Organisation. Dirigierkurse bei Sergiu Celibidache und Frieder Bernius schlossen sich an. Als Organist wurde Strümpe von Prof. Gerd Zacher und Prof. Christoph Bossert ausgebildet. Meisterkurse führten ihn auch zu Ewald Kooiman, Harald Vogel, Michael Radulescu und Jon Laukvik. Seine Konzerttätigkeit führte ihn in der letzten Zeit u.a. in die Kathedralen von Lincoln (GB), Galway (Irland), St.Anna di Stazzema (Italien), in den Altenberger Dom sowie an die Goll-Orgel von St. Martin in Memmingen. Strümpe ist Kantor der Duisburger Salvatorkirche mit ihrer Kuhn-Orgel, die er auf einer CD mit Werken von Cochereau, Gershwin, Bach u.a. portraitierte. Er arbeitet er auch als Leiter des Philharmonischen Chores und ist als Organist den Duisburger Philharmonikern verbunden. Darüber hinaus ist er einer der Kuratoren der englischen Konzertsaalorgel in der Duisburger Mercatorhalle, deren Planung und Bau er begleitet hat. 

 

 

 

 
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